Materialität – das ist die Summe aller sensorischen Eigenschaften eines Materials, seine Körperlichkeit und Stofflichkeit. Der Unterschied zwischen zwei Werkstoffen geht folglich weit über die Optik hinaus. Und er wird dem Betrachter und Benutzer bei jeder Begegnung aufs Neue offenbar: Wie liegt das Material in der Hand? Hat es eine vertrauenserweckende Schwere, oder wirkt es zerbrechlich leicht? Ist die Oberfläche strukturiert, rau oder glatt? Nimmt es die Wärme der Hand zügig auf, wirkt bei Berührung also kühl, oder interagiert es kaum mit ihr? Welches Geräusch gibt es von sich, wenn man aus Versehen mit einem harten Gegenstand (etwa dem Ehering) dagegen schlägt? Selbst optisch nahezu identisch aussehende Gegenstände können sich aufgrund dieser materialtypischen Eigenheiten im alltäglichen Gebrauch stark voneinander unterscheiden, die Nutzung entweder zum notwendigen Übel (vor allem bei Plastikoberflächen) oder zum erfreulichen Erlebnis machen.
Wir bevorzugen deshalb klassische Materialien – Porzellan, Bakelit, Stahl und Glas – nicht nur, weil sie schöner sind. Sie alle haben neben einer faszinierenden Materialität auch überzeugende technische Eigenschaften und anwendungsspezifische Vorteile, über die Sie hiermehr erfahren können.